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MUG 01 Wettbewerb Ersatzneubauten Muggenbühl
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Die Gliederung der beiden Häuser in einzelne Volumen, die zu einem Ganzen zusammengefügt sind, wird durch die hochformatigen, in Gruppen angeordneten Lochfenster betont. Dieser ruhende, "aufgelöste" Ausdruck lässt die Baukörper weniger mächtig erscheinen. Die Häuser erhalten einen erwünschten Grad an Normalität, der die Einordnung ins Quartier unterstützt. Die verputzte Fassade, die filigranen Balkone und die zurückhaltende Farbigkeit ergänzen die selbstverständlich und unprätentiös wirkende architektonische Gestalt der Häuser.

Die Treppenhäuser sind der soziale Raum der Häuser. Die „überschaubaren Nachbarschaften" auf dem Geschoss bilden ein soziales Biotop, das die Gemeinschaft stärkt und informelle Kontakte fördert.

Die Freiraumgestaltung spielt mit den beiden Hauptthemen, die durch die städtebauliche Setzung gegeben sind. Der Siedlungsplatz wird als Anbindungspunkt ans Quartier und als gemeinschaftlicher Freiraum definiert. Auf innere Verbindungstrassen im Erdgeschoss zwischen den Treppenhäusern wird verzichtet. Die direkte Erschliessung und die Adressbildung über den Innenhof stärken die Idee des Siedlungsplatzes.

Eine effiziente Erschliessung, kompakte Baukörper und eine ökonomisch organisierte Tiefgarage bilden die Grundlage für eine wirtschaftliche Umsetzung des Projekts. In diesen Punkten, sozusagen im „Gencode" der Siedlung, sind die Voraussetzungen gegeben, um günstigen und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen.

Die Balance zwischen den Anforderungen des angestrebten Minergie-P-Eco-Standard und die Erzielung von tiefen Mietzinsen kann nur mit einer dafür geeigneten Gebäudestruktur erreicht werden. Die Verbindung dieser Anforderungen mit der architektonischen Idee der grossen Häuser mit ihren sozialen Räumen und nachbarschaftlichen Gemeinschaften steht im Zentrum des Projektes.

 

 Bauherrschaft:

Baugenossenschaft St. Jakob, Zürich

 

Kenndaten:

zweistufiger Projektwettbewerb 2010

 

Projektteam:

Jakob Steib, Michael Geschwentner, Fahny Pesenti, Barbara Ramseier, Esther Elmiger, Natalie Fabijani, Thomas Summermatter, Alain Büchel, Moritz Hörnle

 

 

 

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