 Ersatzneubau Siedlung Bombach, Zürich Höngg | Ein differenziertes Wegnetz verwebt die Siedlung mit dem Quartier
Als städtebaulicher Ankerpunkt für die Vernetzung der Siedlung im Quartier dient der Frankental-Platz. Von diesem ausgehend entwickelt sich ein hierarchisch aufgebautes Wegnetz, dessen Auftakt die direkte Verbindung vom Frankental zum zentralen Siedlungsplatz bildet. Die Abfolge von Siedlungsplatz, Wegnetz und Vorbereich der Hauseingänge wird durch informelle Kurzverbindungen angereichert. Es entsteht ein durchlässiges, vielseitig begehbares Erschliessungssystem, das in den idyllischen Grünraum eingebettet ist und die räumliche Situation der städtebaulichen Setzung inszeniert. Der hangseitig liegende Höhenweg mit seinen sanft abfallenden Stichverbindungen zur talseitigen Privatstrasse säumt den rückwärtigen Vegetationsmantel und eröffnet Durchblicke zwischen den Häusern in Richtung Limmattal. Der durchgrünte Parkraum wird atmosphärisch mit der besonderen topographischen Lage der Siedlung in Verbindung gesetzt.
Die Figur des Wegnetzes erschliesst, verbindet und aktiviert den Freiraum
Das Wegnetz wird durch einen zentral gelegenen Siedlungsplatz ergänzt. Dieser bildet den Auftakt für die Verbindung zum Frankental und das Zentrum der gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die einzelnen Häuser erhalten bei den Eingängen Vorplätze, die Raum für Spiel, Aufenthalt und den sozialen Austausch bieten. Dieses Element des Begegnungsraums findet mit den grosszügigen Treppenhäusern seine Fortsetzung im Innern der Gebäude.
Der Waldstreifen des Bombaches wächst in den Siedlungsraum
Der Waldstreifen, welcher den Bombach säumt, wird durch heimische Bäume ergänzt und bildet als grüner Mantel den Rücken der Siedlung. Ein Sträucherteppich aus Hortensien, Baumpfingstrosen, Flieder und Felsenbirnen unterlegen diesen Vegetationsmantel. Zur Aussicht ins Limmattal hin löst sich der Teppich auf und geht in eine Wiesenfläche über, die durchsetzt mit dem bestehenden Baumbestand, der in seinen wesentlichen Elementen erhalten bleibt, den Blick in die Ferne öffnet.
Die Ausprägung der vielspännigen Treppenhäuser als Begegnungsräume schafft überschaubare Nachbarschaften, die dem sozialen Milieu der Siedlung einen räumlichen Ausdruck geben. Ersatzneubau Siedlung Bombach, Zürich Höngg |  Ersatzneubau Siedlung Bombach, Ein durchlässiges, vielseitig begehbares Erschliessungssystem, das in den idyllischen Grünraum eingebettet ist und die räumliche Situation der städtebaulichen Setzung inszeniert. |  Ersatzneubau Siedlung Bombach, Die 7-spännigen Treppenräume als kommunikativer Aufenthaltsort für die Bewohner. |  Ersatzneubau Siedlung Bombach, Die Vielfalt der Wohnungen und die vielspännigen Erschliessungszonen erlauben eine soziale Durchmischung. |  Ersatzneubau Siedlung Bombach, Grosszügige Balkone und Fassadenöffnungen erweitern die Wohnung in den Aussenraum. |  Ersatzneubau Siedlung Bombach, Grosses Potential für neue Etagenbekanntschaften | Bauherrschaft:
Bau- und Siedlungsgenossenschaft Höngg
Projektteam Wettbewerb:
Jakob Steib, Michael Geschwentner, Fahny Pesenti, Ivo Hasler, Gabriel Gmür, Barbara Ramseier, Susan Held, Peter Schuberth, Natalie Pomer, Sophie Oberst, Elisa Rimoldi, Moritz Hörnle
Projektteam Ausführung:
Jakob Steib, Michael Geschwentner, Matthias Kyburz, Kerstin Stoffers, Astrid Wirth, Emanuel Wolf, Olivier Altorfer
Landschaftsarchitektur:
Katja Albiez Ersatzneubau Siedlung Bombach |